Christian Meidlinger – der Norbert Darabos des Schwimmsports

Was haben das Bundesheer und der österreichische Schwimmsport gemein? Ihr Ansehen und Erfolg wurden durch falsche Personalentscheidungen beschnitten.
Vor allem wenn die handelnden Personen eigentlich nichts mit der Institution verbunden sind. Die Person Norbert Darabos wurde schon eingehend politisch diskutiert, doch wie kommt ein Parteisoldat – der sich in der Gewerkschaft hochgedient hat – dazu, sich für die Position zu qualifizieren?
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Der Berater-Sumpf oder „grau, grau, grau ist meine liebste Farbe“

„Alles rechtens, alles rechtskonform.“ Wasser auf die Mühlen der Politikverdrossenen. Wenn die halbe ÖVP-Spitze ausrücken muss, um Vorgänge in den Ministerien schön zu reden.
Keine Woche vergeht, ohne dass sich in Österreich, egal welcher parteilichen Zugehörigkeit, der Graubereich an Vorgängen ausdehnt. Entschuldigungen, wie eigentlich legal und alle Anderen sind böse, sollten wir zuletzt bei unseren Eltern verwendet haben. Danach gehören Ausreden wie diese, in die Schublade, denn geholfen haben sie schon damals nichts.

Was ich hören will, sind Entschuldigungen, denn die Bevölkerung gibt dem Staat Geld und die PolitikerInnen müssen dieses sorgsam verwenden. Einfach mal so Investments, mögen zwar unter Umständen – denn auch das wird die WKStA beleuchten – legal sein, politisch korrekt sind sie es noch lange nicht. Es muss auch abgewogen werden, ob die PR-Ausgaben zur Information bzw. Selbstbeweihräucherung gerechtfertigt sind oder nicht. Oftmals sind die Kosten für Konzeption und Reinzeichnung größer als etwaige Produktionskosten für die Informationsmittel selbst. Jedoch kochen wir alle nur mit Wasser. Die Ministerien haben ja alle PR-Abteilungen, die aber in dieser Form entweder überlastet sind oder ignoriert werden. Kostengünstiger und wahrscheinlich authentischer können die Spezialisten vor Ort die Information an die Bevölkerung bringen.

Aber gut möglich, dass das eine oder andere Mal wirklich Hilfeleistung von Außen notwendig ist. Jedoch dann ist es notwendig, den kostengünstigsten Anbieter zu wählen, der qualitativ die erforderliche Leistung bringt. Dazu ist aber eine Ausschreibung unerlässlich. Und fehlt die, werden wir nie ganz klar feststellen können, ob die handelnden Personen eine weiße Weste anhaben oder sie sich mit „Ruhm“ besudeln.

Darum muss im Zuge einer größtmöglichen Transparenz, so viel wie möglich, über die Bundesbeschaffungsagentur abgewickelt werden. Die Macht der Ministerien bei Beschaffungsvorgängen muss begrenzt werden, denn ihre eigentliche Aufgabe ist die Bedarfserhebung und Kriterienfeststellung. Die Auswahl ist im Sinne eines 4-Augen-Prinzips an eine andere Stelle auszulagern.

Transparenz beginnt bei Jeder/m selbst! Und Ausreden haben nur Verlierer!