Scharia – wie ein Wort deine Stimmung verändert, es aber nicht gleich sollte!

Nach vielen Monaten habe ich nun wieder mal die Zeit gefunden, ein mir wichtiges Thema hier auf meinen Blog zu behandeln.

 

Heute hat eine österreichische Bank bekanntgegeben, Scharia-konforme Konten anzubieten. Boaahh, … der erste Aufschrei der Unwissenden ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem schnell klar wurde, dass es sich nur um Konten ohne Passiv- bzw. Aktiv-Zins handelt, musste ja gleich auch ein Aufschrei erfolgen, dass … „wir das auch bald alle haben werden“.

 

Grundsätzlich besteht in Österreich Religionsfreiheit, dass bedeutet in meinen Augen, dass nur jene Praktiken erlaubt sind, die nicht staatlichem Recht widersprechen. Über einige Punkte wird man wohl diskutieren müssen, da sie in einen Graubereich fallen, aber sofort „Integrationsunwilligkeit“ rufen, nur weil jemand ein Konto mit fixen Gebühren haben will, anstatt einem Gebühren und variablem Zins-Mix, müssen wir nicht gleich das Ende des Abendlandes ausrufen.

 

Ethisch korrektes Banking ist meiner Meinung nach ein Teil der öko-sozialen Marktwirtschaft, denn auch wir ChristInnen kennen das Zinsverbot … leben es aber großteils nicht.

 

Daher sollten wir uns einer Entwicklung objektiv stellen und fragen, ob diese hinderlich, vorteilhaft oder schlichtweg neutral für die Integration ist, deswegen zuerst denken, dann aufschreien.

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