Wenn in der ÖVP die 3. Reihe aufbegehrt …

Wenn heute berichtet wird, dass Abg z NR Tamandl ein böses Posting auf Facebook hinterlässt, in dem sie auf Jene hinhaut, die nunmehr schon öffentlich zugeben müssen, dass weitere Zugeständnisse an die LehrerInnen nicht mehr möglich sind, dann wird das augenscheinlichen Bündeproblem der ÖVP sichtbar. Zuallererst sollte hierbei berücksichtigt werden, dass es um die LehrerInnen der Zukunft geht, die noch gar nicht unterrichten bzw. deren Dienststellung noch nicht fixiert ist und jährlich neu begründet wird. Ab nächstem Schuljahr besteht die Möglichkeit in das neue System zu wechseln bzw. mit 2019 gänzlich die neuen Regeln umzusetzen. Aber immer nur für JunglehrerInnen. In der derzeitigen Diskussion würde mensch meinen, dass ALLE LehrerInnen betroffen wären.

Eigentlich ist sie in ihrer Funktion Obfrau des Wiener ÖAAB, aber wie so oft, vermisse ich solche Worte für Privatangestellte oder Neue Selbständige. Hier MUSS sich entrüstet werden. Denn es geht um die Beamtinnen und Beamten. Und um Vorzugsstimmen bei der nächsten Nationalratswahl. Aber jene, die betroffen sind, fallen nicht in ihre Vertretung. Die studieren noch. An Universitäten oder PädAK. Wenn hier die ÖH auch kritisch darüber zu Wort meldet, so sind ihre Argumente nicht bei den Haaren herbeigezogen. Sie sollten berücksichtigt werden, jedoch waren sie nicht am Verhandlungstisch dabei.

Bei der Lehrergewerkschaft sind wir aber an einem Punkt angelangt, an dem den ÖsterreicherInnen nun nicht mehr vollständig erklärt werden kann, dass ihre Standpunkte notwendig und deren Durchsetzung einschneidende Probleme mit sich bringt. Die Werteinheiten-Ermittlung war im Urentwurf 15. Juli 1965 einfacher geregelt, sie bestand aus weniger Kommazahlen. Aber sie hat sich in den letzten 50 Jahren nicht geändert! Jetzt will man sie um ein paar Stunden anpassen. Meiner Meinung gerechtfertigt, da in diesen Jahrzehnten die Technologie und die Ausbildung immer mehr verbessert wurden. Zu meiner Volksschulzeit musste meine Lehrerin an der Schreibmaschine Texte zusammenfassen, weil kaum geeignete Materialen für unterschiedliche Entwicklungsstufen. Danach konnten die LehrerInnen den Kopierer nutzen und zu guter Letzt das Internet bzw. den Computer. Somit ist eine Belastung bei LehrerInnen mit Berufserfahrung sicherlich nicht größer, sondern der technische Fortschritt hat sicherlich geholfen.

Doch müssen die JunglehrerInnen jetzt die derzeitige Situation ausbaden. Mehr Supplierungen von älteren LehrerInnen, finden des eigenen Unterrichtsstils und das Verständlichmachens des Lehrstoffes, werden es für viele nicht einfach machen. Eigentlich sollten sie mit weniger anfangen am Beginn und dieses Verhältnis mit Fortdauer dann anpassen. Jedoch müssten dazu eigentlich die bestehenden Lehrverpflichtungen angepasst werden, und das traut sich nicht mal FRANK. 😉

Aber grundsätzlich waren von Gabriele Tamandl keine wahrnehmbaren Äußerungen zum neuen Lehrerdienstrecht zu hören. Eigentlich schade, weil sie ja doch ÖAAB-Chefin in Wien ist. Auch beim Pensionsalter der Frauen wird sie persönlich, jedoch habe ich auch hierzu keine öffentlichen – wie Nationalratssitzungen – Auftritte wahrgenommen, an denen sie die Frühpensionen in staatlichen Betrieben angekreidet hatte. In Wien schon. Alles in allem, vielleicht ein bisschen mehr Dampf während der NR-Periode und weniger im Wahlkampf, würde der Sache wesentlich dienlicher sein.

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