Scharia – wie ein Wort deine Stimmung verändert, es aber nicht gleich sollte!

Nach vielen Monaten habe ich nun wieder mal die Zeit gefunden, ein mir wichtiges Thema hier auf meinen Blog zu behandeln.

 

Heute hat eine österreichische Bank bekanntgegeben, Scharia-konforme Konten anzubieten. Boaahh, … der erste Aufschrei der Unwissenden ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem schnell klar wurde, dass es sich nur um Konten ohne Passiv- bzw. Aktiv-Zins handelt, musste ja gleich auch ein Aufschrei erfolgen, dass … „wir das auch bald alle haben werden“.

 

Grundsätzlich besteht in Österreich Religionsfreiheit, dass bedeutet in meinen Augen, dass nur jene Praktiken erlaubt sind, die nicht staatlichem Recht widersprechen. Über einige Punkte wird man wohl diskutieren müssen, da sie in einen Graubereich fallen, aber sofort „Integrationsunwilligkeit“ rufen, nur weil jemand ein Konto mit fixen Gebühren haben will, anstatt einem Gebühren und variablem Zins-Mix, müssen wir nicht gleich das Ende des Abendlandes ausrufen.

 

Ethisch korrektes Banking ist meiner Meinung nach ein Teil der öko-sozialen Marktwirtschaft, denn auch wir ChristInnen kennen das Zinsverbot … leben es aber großteils nicht.

 

Daher sollten wir uns einer Entwicklung objektiv stellen und fragen, ob diese hinderlich, vorteilhaft oder schlichtweg neutral für die Integration ist, deswegen zuerst denken, dann aufschreien.

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JuristInnen-Flut im Staatsdienst

Es gibt kaum eine Stellenausschreibung im Bundes-, Landes- oder Gemeindedienst, die nicht den Abschluss eines rechtswissenschaftlichen Studiums erfordert. Jedoch sind dies meist keine Stellen im Bereich der Gesetzgebung, sondern sind meist mit Vollziehungs- bzw. Interpretierungsaufgaben befasst. Für den eigentlichen Legistischen Dienst ist dies natürlich unabdingbar. Jedoch wurde uns gerade erst vor Augen geführt, wie sinnvoll eine Ausschließung jedes anderen Studiums, außer jenes der Rechtswissenschaft ist. Weiterlesen

Wenn in der ÖVP die 3. Reihe aufbegehrt …

Wenn heute berichtet wird, dass Abg z NR Tamandl ein böses Posting auf Facebook hinterlässt, in dem sie auf Jene hinhaut, die nunmehr schon öffentlich zugeben müssen, dass weitere Zugeständnisse an die LehrerInnen nicht mehr möglich sind, dann wird das augenscheinlichen Bündeproblem der ÖVP sichtbar. Zuallererst sollte hierbei berücksichtigt werden, dass es um die LehrerInnen der Zukunft geht, die noch gar nicht unterrichten bzw. deren Dienststellung noch nicht fixiert ist und jährlich neu begründet wird. Ab nächstem Schuljahr besteht die Möglichkeit in das neue System zu wechseln bzw. mit 2019 gänzlich die neuen Regeln umzusetzen. Aber immer nur für JunglehrerInnen. In der derzeitigen Diskussion würde mensch meinen, dass ALLE LehrerInnen betroffen wären. Weiterlesen